JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2020 DES BAS: Auf der Suche nach Alternativen

Selten gab es im Rahmen einer Jahreshauptversammlung des Bürgerausschusses zur Förderung des Ahlener Karnevals (BAS) im Bereich der Zukunftsplanung so viel Unsicherheit. Denn schon jetzt ist klar, dass die Coronapandemie eine Session, wie man sie eigentlich kennt, nicht zulässt. Aber was könnte gehen? Bei den Wahlen gab es im Vorstand einige Neubesetzungen.

Eigentlich war die Jahreshauptversammlung im Hof Münsterland für den vergangenen März geplant gewesen, am Donnerstagabend konnte sie endlich nachgeholt werden. Der BAS-Vorsitzende Andreas Lerley stufte die vergangene Session als erfolgreich ein und lobte die Tollitäten. Allerdings sei der Kneipenkarneval verbesserungswürdig, hier werde eine Diskussion der Organisation erfolgen. „Wir haben in der Session ein tolles Bild abgegeben“, resümierte der BAS-Vorsitzende.

Bei den Teilwahlen zum Vorstand trat Heinzpeter Przyluczky, der amtierende Stadtprinz, nicht mehr als stellvertretender BAS-Vorsitzender an. Heike Schicke aus der Kükengarde wurde zu seiner Nachfolgerin gewählt. Nachfolger der stellvertretenden Narrensekretärin Tanja Kemper wurde Jürgen Otto, der vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein wird. In den vergangenen Monaten hatte Michael Peters schon die Position des Technischen Leiters kommissarisch inne, er wurde im Amt bestätigt. Der Posten seines Stellvertreters bleibt allerdings unbesetzt, dort wird noch dringend nach einem Freiwilligen gesucht. Bei den Kassenprüfern folgt Maurice Stiemer turnusgemäß auf Karl-Heinz „Carlo“ Wilk. Alle Wahlvorgänge verliefen einstimmig.

„Das wird dieses Jahr keine normale Session, das ist klar“, leitete Andreas Lerley dann die Sessionsdiskussion ein. Fest stehe, es werde keine neuen Tollitäten geben; ob Saalveranstaltungen angeboten werden können, liege in der Hand der organisierenden Gesellschaften. Danach sehe es allerdings nicht aus.

Trotzdem wollen die Karnevalisten die Session noch nicht in Gänze abhaken. „Wir müssen etwas anderes machen“, plädierte Ronald Zent. Andreas Lerley berichtete dann auch, dass die Präsidenten bei ihrer letzten Sitzung aufgefordert worden seien, nach alternativen regelkonformen Veranstaltungen zu suchen. Nicht nur, weil man gerne Karneval feiere, sondern weil man auch weiterhin wahrgenommen werden wolle.Vorschläge sollen dann in der kommenden Sitzung Mitte September besprochen werden. Sie müssen aber immer pandemisch verantwortbar sein.

Gerhard „Mocca“ Leifeld brachte es schließlich auf den Punkt: „Wir müssen gerade in dieser Zeit mehr zusammenhalten als sonst.“

Der neue BAS-Vorstand (v. l.): Alexander Wilk, Thorsten Schnitzmeier, Bianka Peters, Andreas Lerley, Heike Schicke, Michael Peters und Jürgen Otto.
Dank mit Abstand – weil Corona es so möchte: BAS-Boss Andreas Lerley (r.) verabschiedete im Rahmen der Jahreshauptversammlung seinen bisherigen Stellvertreter Heinzpeter Przyluczky. Der amtierende Stadtprinz (l.) hatte den Vorstand auf eigenen Wunsch hin verlassen.
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